Das Internationale Rote Kreuz: Das Schicksal der Vermissten in Syrien erfordert kollektive Zusammenarbeit und kontinuierliche Anstrengungen

In einer Erklärung, die die offizielle Nachrichtenagentur "SANA" erhielt, betonte das Komitee die Notwendigkeit, die kollektiven Anstrengungen zur Bewältigung des Leids von Tausenden von Familien, die seit Jahren in Angst und Warten leben, ohne das Schicksal ihrer Angehörigen zu kennen, zu intensivieren. Es wies darauf hin, dass es in den letzten vierzehn Jahren mehr als 37.000 Vermisstenfälle registriert hat, eine Zahl, die das wahre Ausmaß der Tragödie nicht widerspiegelt.
Der Leiter der Kommission in Syrien, Stefan Sakalian, sagte: "Hinter jedem Fall von Verschwinden gibt es eine Familie, die mit einem Schmerz lebt, der mit der Zeit zunimmt. Ihr Recht auf Wissen ist ein grundlegendes humanitäres Prinzip", und bekräftigte das Engagement des Komitees, an ihrer Seite zu stehen und psychologische sowie medizinische Unterstützung in Zusammenarbeit mit dem Syrischen Arabischen Roten Halbmond zu leisten.
Das Komitee erklärte außerdem, dass es das Nationale Zentrum zur Identifizierung von Identitäten und Verbrechen in Damaskus unterstützt, indem es Ausrüstung und technische Schulung bereitstellt, sowie Initiativen der Nationalen Behörde für Vermisste unterstützt, um eine transparente und koordinierte Reaktion für die Familien aufzubauen, wobei die an Fällen von erzwungenem Verschwinden beteiligten Akteure ausgeschlossen werden, im Einklang mit dem humanitären Völkerrecht.
Der Internationale Tag der Vermissten, der am dreißigsten August gefeiert wird, ist eine Gelegenheit, auf eines der komplexesten und anhaltendsten humanitären Probleme aufmerksam zu machen und Solidarität mit allen, die von dieser Tragödie betroffen sind, auszudrücken.