Die Organisation "Human Rights Watch" hat die syrischen Behörden aufgefordert, die jüngste Verfassungserklärung zu überdenken, um "starke Schutzmaßnahmen" einzubeziehen, die die Unabhängigkeit der Justiz gewährleisten und die gesetzgeberische Aufsicht stärken, um die Achtung der Menschenrechte zu gewährleisten und die Verantwortlichen für frühere Verstöße zur Rechenschaft zu ziehen.
In einer Erklärung wies die Organisation darauf hin, dass die syrische Verfassungserklärung zur Übergangsphase, die kürzlich verabschiedet wurde, die Macht in den Händen der Exekutive konzentriert, was die Unabhängigkeit der Justiz bedroht.
Die Organisation betonte, dass die Erklärung dem Präsidenten weitreichende Befugnisse einräumt, einschließlich der Richter- und Gesetzgebungsernennungen ohne jegliche Kontrolle oder Aufsicht, was Bedenken hinsichtlich der Rechtsstaatlichkeit und des Schutzes der Menschenrechte aufwirft, es sei denn, es werden strenge Schutzmaßnahmen ergriffen.
Der stellvertretende Direktor des Nahen Ostens der Organisation, Adam Coogle, betonte, dass die Gefahr bestehe, dass diese Erklärung die Kontrolle der Exekutive auf Kosten grundlegender Freiheiten in einer sensiblen Phase für die Zukunft Syriens stärken könnte.
Coogle wies darauf hin, dass angesichts des Mangels an Aufsicht über die frühere Regierungsgewalt die Schaffung eines Systems, das alle Verantwortlichen für Verstöße und Verbrechen zur Rechenschaft ziehen kann, von äußerster Bedeutung für Syrien in der kommenden Phase ist.