Historische Vereinbarung der Weltgesundheitsorganisation zur Bekämpfung zukünftiger Epidemien.

Die Mitgliedsländer der Weltgesundheitsorganisation haben nach mehr als drei Jahren Verhandlungen eine Vereinbarung getroffen, die einen entscheidenden Schritt zur Stärkung der globalen Vorbereitung auf die Bekämpfung zukünftiger Epidemien darstellt.
Dieser Meilenstein wurde in den frühen Stunden des Mittwochs, dem 16. April, erreicht, als die Organisation die Annahme eines Entwurfs einer Vereinbarung ankündigte, der im kommenden Mai der Weltgesundheitsversammlung zur endgültigen Genehmigung vorgelegt wird.
Die Organisation erklärte in einer offiziellen Erklärung: "Die Mitgliedsländer haben einen großen Schritt zur Stärkung der globalen Gesundheitssicherheit durch die Ausarbeitung eines neuen Abkommens unternommen, was ihren kollektiven Einsatz zur Bewältigung zukünftiger Gesundheitsbedrohungen widerspiegelt."
Ein Mitglied der teilnehmenden Delegationen, die in Genf stattfanden, bestätigte, dass die Vereinbarung bis 1:58 Uhr morgens diskutiert wurde, bevor eine Einigung erzielt wurde.
Der Generaldirektor der Organisation, Tedros Adhanom Ghebreyesus, gratulierte den Mitgliedsländern zu diesem Erfolg und bezeichnete ihn als "historisch". Er sagte: "Die Welt hat heute in Genf Geschichte geschrieben. Mit ihrer Einigung auf dieses Abkommen haben die Länder nicht nur den Grundstein für die Stärkung der Gesundheitssicherheit zukünftiger Generationen gelegt, sondern auch gezeigt, dass die internationale Zusammenarbeit immer noch in der Lage ist, Meinungsverschiedenheiten zu überwinden, um gemeinsame Herausforderungen anzugehen."
Die Mitgliedsländer sollen das Abkommen offiziell während der Weltgesundheitsversammlung im kommenden Mai verabschieden, womit es zu einem verbindlichen internationalen Vertrag wird.
Die Verhandlungen waren in einigen Punkten stockend, insbesondere bei Artikel 11, der sich mit dem Transfer von Technologie zur Herstellung von Gesundheitsprodukten befasst, insbesondere für Entwicklungsländer.
Es sei daran erinnert, dass dieses Thema während der COVID-19-Pandemie ein Anlass für Proteste der armen Länder war, als reiche Länder den größten Teil der Impfstoffe und Testmaterialien erhielten. Obwohl seit dem Auftreten des Virus, der Millionen das Leben kostete und erhebliche Schäden an der Weltwirtschaft verursachte, fünf Jahre vergangen sind, weisen die Weltgesundheitsorganisation und Experten darauf hin, dass die Welt trotz verbesserter Vorbereitung immer noch nicht vollständig auf eine neue Pandemie vorbereitet ist.