Bagdad beherbergt heute, Samstag, den 17. Mai 2025, den 34. Arabischen Gipfel unter den angespannten Bedingungen in der Region, da die humanitäre Krise im Gazastreifen mit den fortgesetzten israelischen Luftangriffen eskaliert, während die Vereinigten Staaten ihre Atomverhandlungen mit dem Iran fortsetzen, die erhebliche Auswirkungen auf die regionale Bühne haben.
Der Gipfel findet zu einem sensiblen Zeitpunkt nach einer Golfreise des amerikanischen Präsidenten Donald Trump statt, der seinen Wunsch geäußert hat, den Gazastreifen "zu besitzen".
Die Straßen der irakischen Hauptstadt sind mit den Flaggen der 22 arabischen Länder geschmückt, was eine relative Verbesserung der Sicherheitslage im Irak nach Jahrzehnten von Kriegen und Konflikten widerspiegelt.
Der Gipfel wird von hochrangigen arabischen Führern besucht, darunter der palästinensische Präsident Mahmud Abbas, der in Bagdad eingetroffen ist, während die meisten Golfstaaten auf Ministerebene vertreten sind.
Unter den prominenten Gästen werden der Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, und der spanische Premierminister Pedro Sánchez teilnehmen, dessen Land zu den führenden europäischen Ländern gehört, die Israel kritisieren und im letzten Jahr die Anerkennung des Staates Palästina unterstützt haben.
In seinen Äußerungen sagte der irakische Premierminister Mohammed Shia' Al-Sudani, dass der Irak nicht nur seinen Wiederaufbau vorantreibt, sondern auch durch eine ausgewogene Außenpolitik und Entwicklungsinitiativen zur Neugestaltung des Nahen Ostens beiträgt.
Dieser Gipfel findet mehr als ein Jahrzehnt nach der Ausrichtung des Arabischen Gipfels in Bagdad im Jahr 2012 statt, als das Land schwierige Sicherheitsbedingungen im Irak und in Syrien durchlief.
Der Gipfel behandelt die palästinensische Frage an erster Stelle der Tagesordnung und wird die Beschlüsse des Kairo-Gipfels im letzten März unterstützen, die einen Plan zur Wiederherstellung des Gazastreifens und zur Rückkehr der palästinensischen Autorität in den Sektor enthielten.
Zur gleichen Zeit kündigte Israel am 5. Mai Pläne zur Umsiedlung der Bewohner des Gazastreifens innerhalb des Landes an, was auf breite Kritik stieß.
In diesem Zusammenhang äußerte Trump seinen Wunsch, den Gazastreifen "zu besitzen", was in politischen Kreisen große Kontroversen auslöste.
Der Gipfel diskutiert auch die Herausforderungen, denen die neuen syrischen Behörden gegenüberstehen, um ihre Herrschaft zu festigen, insbesondere angesichts der angespannten Beziehungen nach der Aufhebung der US-Sanktionen gegen Damaskus.
Zusätzlich wird das iranische Atomdossier während der Verhandlungen präsent sein, während der Irak bestrebt ist, seine strategischen Beziehungen zu Teheran zu stärken.