Seltener Fund eines kosmischen Fossils am Rande des Sonnensystems wirft neues Licht auf die Hypothese des "Neunten Planeten"

Ein Team von Astronomen hat einen seltenen eisigen Körper in den entfernten Regionen des Sonnensystems entdeckt, den sie "Ammonit" nannten, in einer Entdeckung, die möglicherweise die frühen Phasen der Bildung unseres Sonnensystems beleuchten könnte.
Der Körper, der den wissenschaftlichen Namen 2023 KQ14 trägt, wurde mit dem Subaru-Teleskop auf Hawaii entdeckt, wo er sich in einer Entfernung befindet, die etwa 71 Mal so groß ist wie die Entfernung zwischen der Erde und der Sonne, in einer Region hinter dem Planeten Pluto. Dieser Körper gehört zu einer seltenen Klasse, die als "Zentauren" bekannt ist, eisige Körper, die denen im Kuipergürtel oder den Zwergplaneten wie Pluto ähneln.
Der "Ammonit" gilt als eine außergewöhnliche Himmelserscheinung, da bisher nur vier ähnliche Körper im Sonnensystem bekannt sind. Dieser Körper zeichnet sich durch eine einzigartige Umlaufbahn aus, die seit etwa 4,5 Milliarden Jahren stabil geblieben ist, was die Wissenschaftler dazu veranlasst, ihn als ein "kosmisches Fossil" zu bezeichnen, das wichtige Hinweise auf die Geschichte des Sonnensystems liefert. Die Analyse der Umlaufbahn hat jedoch einen mysteriösen Wechsel in seiner Bahn im Laufe der Zeit aufgedeckt, was darauf hindeutet, dass die entfernten Regionen des Sonnensystems komplexer sind als bisher angenommen.
Diese Entdeckung hat wichtige Auswirkungen auf die Hypothese des "Neunten Planeten", einem hypothetischen Objekt, von dem angenommen wird, dass es tief im Sonnensystem verborgen ist. Die Forscher stellten fest, dass die Umlaufbahn des "Ammoniten" nicht mit den theoretischen Erwartungen für die Position dieses Planeten übereinstimmt, was seine Existenz weniger wahrscheinlich macht. Frühere Studien hatten nur einen von 13 potenziellen Körpern identifiziert, die der Neunte Planet sein könnten, was die Entdeckung des "Ammoniten" zu einem neuen Faktor in dieser komplexen astronomischen Gleichung macht.
Diese Entdeckung erfolgte im Rahmen des Projekts "Formation des äußeren Sonnensystems: Eisiges Erbe" (FOSSIL), das darauf abzielt, seltene eisige Körper zu untersuchen, die Geheimnisse über die Bildung des Sonnensystems bewahren. Anstatt sich auf die Suche nach dem "Neunten Planeten" zu konzentrieren, wie es in den letzten Jahren der Fall war, neigen die Wissenschaftler nun dazu, diese "Eisfossilien" zu analysieren, um das früheste Stadium der entfernten Regionen unseres Sonnensystems zu verstehen.
Es sei darauf hingewiesen, dass die Hypothese des "Neunten Planeten" seit Jahrzehnten umstritten ist, wobei angenommen wird, dass es sich um einen mysteriösen Planeten handelt, der in einer Entfernung von 46,5 Milliarden bis 65,1 Milliarden Meilen um die Sonne kreist. Aber mit Entdeckungen wie dem "Ammoniten" scheinen die Antworten aus der Erforschung der fernen Vergangenheit des Sonnensystems zu kommen und nicht aus der Suche nach hypothetischen Planeten.